Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die SMBS den Salzburger Family Business Kongress auf Schloss Urstein. Das Kongress-Thema "Vom Risiko zur Chance" zentrierte die Fragen, inwieweit Familienunternehmen in Zeiten der Krise anders reagieren als andere Unternehmen. Was zeichnet sie im Speziellen aus, und welche Erfolgsgeheimnisse stecken hinter den Schlagworten Stabilität, Nachhaltigkeit und Krisenresistenz? Neben interessanten Vorträgen zu diesen Fragen bot der Nachmittag genügend Zeit zum Netzwerken und zum Erfahrungsaustausch. Ziel des SMBS Schwerpunkts "Family Business" ist es, Familienunternehmer und Unternehmerfamilien in ihren speziellen wirtschaftlichen Anforderungen mit gezielten Management-Programmen (s.u.) zu unterstützen.
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Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer eröffnete den Nachmittag und unterstrich die Wichtigkeit von strukturierten und wissenschaftlichen Ausbildungs-Programmen für Familienunternehmer. "Die wissenschaftliche Forschung und Lehre zum Thema Familienunternehmen stellen einen neuen Ansatz dar, der in Österreich einzigartig ist. Deshalb unterstütze ich mit dem Wirtschaftsressort diesen Ausbildungs- und Forschungsschwerpunkt. Ich gratuliere der SMBS - University of Salzburg Business School und dem Family Business Network zu dieser Initiative."
KR Heinrich Spängler, Präsident des FBNA (Family Business Network Austria) moderierte den kurzweiligen Nachmittag und bekräftigte die wirtschaftliche Wichtigkeit der 'besten Form aller Unternehmungen'. "Die Kooperation der FBNA mit der SMBS, WU Wien und INTES ist ein wesentlicher Beitrag zur weiteren Sicherung der Stabilität, Wertschöpfung und Erhalt von regionalen Arbeitsplätzen. Familienunternehmen leisten einen erheblichen Anteil am BIP und beschäftigen schließlich zwei Drittel aller Arbeitnehmer in Österreich."
Die Fachvorträge des Nachmittags thematisierten die Besonderheiten von Familienunternehmungen und die speziellen Herausforderungen in Unternehmerfamilien.
Dr. Wolfgang Astecker, Malik Management Zentrum St. Gallen, zeigte in seinem Vortrag mit einem speziellen Mehrfach-Pendel sehr anschaulich, wie Komplexität zu schwer vorhersehbaren Bewegungen führt. "Mehrfach-Pendel führen zu chaotischen Bewegungen, die mit linearen Modellen nicht vorhersagbar sind. Hier zeigt sich eine Parallele zu den komplexen Wirkungszusammenhängen im Management: Nicht alles ist vorhersehbar und trotzdem mit einfachen Gesetzen beschreibbar. Nur mit klaren und zukunftsweisenden Strategien können Familienunternehmer die komplexen Veränderungen der gegenwärtigen Wirtschaft abfedern. Ausreißer, also unvorhersehbare Bewegungen, können durch skalierbare Organisationsformen aufgefangen werden. So ist auch in turbulenten Veränderungszeiten das Schiff "Familienunternehmen" gut manövrierbar."
Dr. Arno Lehmann-Tolkmitt der INTES GmbH zentrierte seinen Vortrag um die inneren Erfolgfaktoren von Unternehmerfamilien. "Die meisten Familienunternehmen sterben von innen! Von 100 Familienunternehmen existieren in dritter Generation gerade noch 16. Vorsorgekonzepte gerade im Nachfolgeplan, im Governance-Bereich und Überlegungen zur Inhaberstrategie können diese Quote beträchtlich steigern."
Dr. Philipp Müller reflektierte die Auswirkungen des WEB 2.0 auf die Geschäftsmodelle der Zukunft. Diese Änderung in der Kommunikation durch gleichrangige Community-Teilnehmer bewirkt auch Änderungen in Strategie, Organisationsformen und benötigte technischen Werkzeugen. "Linux ist das Beispiel das jeder kennt: Ein Betriebssystem plus Anwender-Software, das von Programmierern und Anwendern ständig selbst optimiert wird. Für Familienunternehmer lautet aber die Frage: Wo kann ich mich der offenen Strategien in meinem Wertschöpfungsprozess bedienen? Denn verschließen kann ich mich in Zukunft vor diesen Tendenzen sicher nicht!" Link zur Präsentation: Prof. Philipp Müller: Offenheit als Strategie - Neues Denken für eine neue Welt
Management Know-how zur nachhaltigen und effizienten Steuerung von KMUs - speziell auch für Familienunternehmen
Familienunternehmen sind eine tragende Stütze der heimischen Wirtschaft. Spezielle Managementprogramme für diese Zielgruppe suchte man bisher vergebens. Die SMBS schließt mit neuen Ausbildungsprogrammen diese Lücke - unter Berücksichtigung der speziellen Anforderungen an das Management von KMUs und Familienunternehmen. Näheres zur Ausbildung finden Sie hier