Salzburger LandTourismus GmbH informierte MBA StudentInnen über touristisch erfolgreiche Produkte
Zum Finale des ersten Moduls des zweiten MBA Lehrganges für Tourismus- und Freizeitmanagement der SMBS- University of Salzburg Business School bekamen die MBA Studierenden einen Einblick zur Produktentwicklung von Destinationen der Salzburger Land Tourismus GmbH. Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SLT und Karl Riegler, Regionalbetreuer für den Flachgau, schilderten im Rahmen eines Kamingespräches die Aufgaben und Perspektiven der Produktentwicklung in Destinationen des Salzburger Landes.
"Die Salzburger LandTourismus GmbH richtet ihre Schwerpunkte auf drei Marketing-Säulen aus: Kultur & Genuss, Natur & Gesundheit, Sport & Abenteuer", berichtete Bauernberger.
In seinem Vortrag konzentrierte er sich auf den Bereich Natur & Gesundheit, für welchen die SLT ein sehr erfolgreiches touristisches Produkt, den "Salzburger Almsommer" entwickeln konnte. Tatsache ist, dass in den letzen Jahren die Nächtigungszahlen außerhalb der Stadt kontinuierlich angestiegen sind. Immer mehr Gäste kommen wegen der unberührten Natur und der Wanderwege nach Salzburg. Bereits 85 % des Sommerpotenzials sind über Berg/Wanderurlaube zu erreichen. Wenn man die Trends bis 2010 beobachtet, dann stellt "Natur pur" den bedeutendsten Urlaubswunsch für die Zukunft dar (mehr als 27%): Naturnahes Genießen und Sinnstiftung, Ursprünglichkeit und Unberührtheit, Wildnis und Wildheitserlebnisse, mehr Naturlandschaften als Zivilisationstechniken sollen für nachhaltige Sinneserlebnisse sorgen.
Die SLT stellte sich zur Aufgabe, das Thema Berg und Wandern sowohl modern als auch traditionell zu positionieren. Mit dem Begriff "Salzburger Alm Sommer" entwickelte die SLT für den alpinen Sommer-tourismus eine neue Produktmarke, die einem traditionell behafteten Thema ein neues Gewand sowie ein pfiffiges Image verleihen sollte. "Die ersten Ergebnisse sind viel versprechend", stellte Bauernberger fest. Erfreulicherweise griffen auch die Journalisten das Thema begeistert auf. Sowohl in- als auch ausländische Medien berichteten über den "Salzburger Alm Sommer". Ein speziell entwickeltes Qualitätssicherungsprogramm für Almen und Hütten begleitet das Projekt und stellt sicher, dass von Anfang an einheitliche Richtlinien zur Bewirtschaftung eingeführt wurden. Die SLT moderierte ferner den Entwicklungsprozess und zeichnete für die Umsetzung überregionaler Maßnahmen verantwortlich.
Karl Riegler stellte dann mit dem "Bauernherbst" ein weiteres, erfolgreiches Produkt der SLT vor. "Dieses Produkt soll die dörfliche und bäuerliche Kultur beleben und mit Festen und Feierlichkeiten sowohl Einheimische als auch Gäste begeistern und den Genuss für einheimische Produkte spürbar machen", so Riegler. In den 10 Jahren seines Bestehens verzeichnete man 400.000 zusätzliche Nächtigungen in 80 Bauernherbst-Orten. 2.000 Veranstaltungen begeisterten 360.000 Besucher und erwirtschafteten einen Zusatzumsatz von 34 Millionen Euro.
In der anschließenden Diskussion zeigten sich insbesondere die Schweizer TeilnehmerInnen an den beiden sehr erfolgreichen Produkten im Salzburger Land interessiert, da die Landwirtschaft in der Schweiz mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat und der Tourismus auch dort die Möglichkeit einer zusätzlichen Einnahmenquelle bieten könnte. "Ein grundlegender Faktor für den Erfolg des Bauernherbstes und des Almsommers liege in der Einbindung aller Beteiligten von Anfang an", stellte Bauernberger fest.
Die Begeisterung und Identifikation mit dem Produkt seitens aller Anbieter und Leistungsträger sei eine unabdingbare Voraussetzung für die Etablierung innovativer Produkte.
Weitere Diskussionsthemen führten von der aktuellen Position des Bauernherbstes im Produktlebenszyklus, bis zur erforderlichen Umsetzung von EU-Richtlinien- und Regelungen für die Bewirtschaftung von Almhütten im Rahmen des "Almsommers". Das zweite Modul des Int. Executive MBA für Tourismus- und Freizeitmanagement findet im März 2006 in St. Gallen in der Schweiz statt. Dort werden die Schwerpunkte Wertorientiertes Management, Strategie, Kooperation und Vernetzung sowie Wissensmanagement sein.
Das postgraduale Studium wird zweisprachig absolviert und schließt nach vier Modulen mit dem akademischen Grad "MBA in Tourismus- und Freizeitmanagement" der Universität Salzburg ab.










