Doing Business in Russia – Firmen setzen auf Fabriken direkt in Russland!

Doing Business in Russia – Firmen setzen auf Fabriken direkt in Russland!

6.07.2016

Bezugnehmend auf einen Artikel der Welt bauen deutsche Firmen vermehrt Fabriken direkt in Russland. Grund dafür ist der durch Sanktionen erschwerte Handel. Die daraus resultierenden Direktinvestitionen könnten dieses Jahr sogar auf ein Rekordhoch steigen.
Nachdem Exporte aufgrund gegenseitiger Sanktionen in vielen Branchen nicht mehr möglich sind, investieren Mittelständler sowie Konzerne nun in eigene Fabriken direkt in Russland. Somit sichern sie weiterhin ihre Geschäftstätigkeit auf dem russischen Markt und schaffen dadurch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. 2015 kletterten die Direktinvestitionen deutscher Firmen laut Bundesbank auf 1,78 Milliarden Euro – ganz im Gegensatz zum Vorjahr, in dem sich viele Geldgeber noch von Russland abgewandt und netto Kapital abgezogen haben.
2016 dürfte nun einen neuen Rekord aufstellen. Laut Bundesbank summierten sich die Direktinvestitionen aus Deutschland allein im ersten Quartal schon auf fast 1,1 Milliarden Euro. Die investierenden Unternehmen kommen aus den verschiedensten Branchen, darunter auch der milliardenschwere Landmaschinenhersteller Claas, der einen Betrag in Höhe von 120 Millionen Euro in ein neues Werk im südrussischen Krasnodar investiert.
Für Unternehmen, die in Russland tätig sind oder tätig sein wollen, ergeben sich diesbezüglich folgende Fragen:

  • Wie sehen die jeweiligen Gesetze und Rahmenbedingungen konkret in Russland aus?
  • Möchte ich eine eigene Niederlassung gründen oder strebe ich eine Kooperation mit einem russischen Geschäftspartner an?
  • Gibt es vor Ort einen Markt für mein Produkt bzw. meine Dienstleistung und wenn ja, rentiert sich eine Investition in die eigene Fabrik?

Dr. Gerald Rohan, Gastprofessor an der Moscow State University und Leiter des „Doing Business in Russia“ Auslandsmoduls der SMBS, der Business School der Universität Salzburg, beschäftigt sich in seiner Forschung intensiv mit den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Russland sowie der aktuellen Marktentwicklung. Überdies erhalten Studierende des MBA International Management bei einem Besuch in der Außenwirtschaftsstelle in Moskau zahlreiche Informationen über Markteintritts- und Investitionsthemen. In Gesprächen mit österreichischen Expats wie Dipl. Ing. Paul Bruck können Erfahrungen und Erkenntnisse zu Export, Unternehmensgründung, Marketing- und Strategiethemen in Russland eingeholt werden.
Im berufsbegleitenden MBA-Studium „International Management“ mit Start im Oktober 2016 wird im Modul „Doing Business in Russia“ diese Expertise, Geschäftsmöglichkeiten, Netzwerke und Erfahrungen in Sachen Geschäftstätigkeiten in Russland weitergegeben.
Mehr Informationen zu diesem postgradualen Studium der Universität Salzburg unter: https://www.smbs.at/studium/studium/mba-programme/mba-international-management.html