Jäger des verlorenen Schatzes – oder:  „Fostering Innovation and Entrepreneurship“ im Washington Modul der SMBS

Jäger des verlorenen Schatzes – oder: „Fostering Innovation and Entrepreneurship“ im Washington Modul der SMBS

3.05.2016

Die Antwort der MBA Studierenden der SMBS , die diesen April für eine Studienwoche an der renommierten Georgetown University in Washington DC studiert haben, schaut dazu wahrscheinlich anders aus: In seiner spannenden Vorlesung zum Thema „Innovation“ zog Prof. Robert Bies diesen bildlichen, durch die Eingangssequenz des Filmes „Jäger des verlorenen Schatzes“ untermalten, Vergleich: In der heutigen Wirtschaftswelt wird die ETBS – die „expected time between surprise“ – immer kürzer, Entscheidungen müssen schneller getroffen werden und Unternehmen agiler handeln können. Zwei Eigenschaften, die Indiana Jones auszeichnen und die wie im verschollenen Tempel auch in der modernen Marktwirtschaft möglicherweise den Unterschied zwischen Sein und Nicht-Sein bedeuten, nennt Bies: „Anticipation“ und „Adoption“. Also zum einen die Fähigkeit, Sachverhalte und Entwicklungen bestmöglich zu prognostizieren – anhand von Erfahrungen und der Analyse von Daten und Feedback – zum anderen die Flexibilität, die so definierte Strategie schnell und akkurat zu adaptieren so sich unplanbare Änderungen ergeben. Bies empfiehlt hierzu den Studierenden vor allem ihr persönliches Skillset an Kreativität, ein Treibstoff für das agile Denken, kontinuierlich zu fördern und zu fordern.
Folgende Praxistipps gibt er dazu:

  • „Associating“: Es empfiehlt sich neben der Alltagstätigkeit, Hobbies zu beginnen, die neu und ungewohnt sind. Ob Meditation, Töpfern oder das Erlernen einer Sprache – es entwickeln sich neue Denkmuster, die wiederum Ideen in bekannten Bereichen fördern.
  • „Questioning“: Durch Fragen wie „Warum?“ „Warum nicht?“ und „Was wenn?“ können Diskussionen ungemein bereichert werden, statt an der Oberfläche zu bleiben, geht man an die Wurzel des Themas.        
  • „Observing“: Es lohnt sich seine Kunden wie auch Experten aus anderen Gebieten zu beobachten und deren Bedürfnisse bzw. Ansätze in die eigenen Projekte zu integrieren  
  • „Experimenting“: Neben dem „Daily Business“ soll ein Freiraum für das Entwickeln von Projekten und Ideen geschaffen werden, beispielsweise zwei Stunden in der Woche, die nur diesem Zweck dienen.           
  • „Networking“: Wer sich mit kreativen Menschen umgibt profitiert selbst davon. Generell bereichern vermehrte Face to Face Kontakte (auch im Pausenraum) die eigene innovative Arbeit

Unternehmen rät er das Schlagwort „Innovation“ nicht nur zu predigen sondern folgendermaßen zu leben:

  • Führungskräfte demonstrieren selbst in ihrer Arbeit Innovationsgeist, teilen neue Ideen und haben ein offenes Ohr für Alternativvorschläge und Meinungen der Mitarbeiter.
  • Innovation muss auch in den Ressourcen (Budget, Zeit im Kalender, Erfolgskennzahlen etc.) als Priorität erkennbar sein.
  • Fragen wie „Was hast du gestern/letzte Woche bei deiner Arbeit verbessert?“ und „Was hast du gestern/letzte Woche dazu gelernt?“ helfen den Geist der Innovation im Alltag zu verfestigen.
  • Bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern wird auf Diversität, Engagement und Neugier Wert gelegt.

Das Ausbildungsmodul an der Georgetown University findet als krönendes Abschlussmodul der MBA Ausbildung statt. Neben dem Thema der Innovation können die Studierenden noch viele weitere spannende Einblicke in das nordamerikanische System – von Marketing über Leadership und Außenwirtschaft – mit Experten aus Professur und Praxis diskutieren und Inputs für ihre eigene Arbeit mitnehmen.